Auch in diesem Jahr war GRUBE wieder Partner der Kategorie „Förster des Jahres“. Die Auszeichnung würdigt Försterinnen und Förster, die mit ihrem Engagement, ihrer Fachkompetenz und ihrem Einsatz für eine zukunftsfähige Waldbewirtschaftung überzeugen. Nach einer öffentlichen Online-Abstimmung und der Bewertung durch eine Fachjury durfte sich in diesem Jahr Tobias Helfenstein über den Titel freuen.
Als Leiter des Forstreviers Kirn verbindet Tobias Helfenstein nachhaltige Waldbewirtschaftung mit einem offenen Dialog über die vielfältigen Aufgaben der Forstwirtschaft. Es ist ihm ein besonderes Anliegen, die Arbeit im Wald transparent zu vermitteln und Menschen für die Bedeutung einer nachhaltigen Waldpflege zu sensibilisieren. Mit diesem Engagement überzeugte er sowohl die Fachjury als auch die Teilnehmenden des Online-Votings.
Im Anschluss an die Preisverleihung sprach Katrin Cebulla von GRUBE mit dem frisch gekürten „Förster des Jahres 2026“ über seine Motivation, die Herausforderungen seines Berufs und seine Ziele für den Wald der Zukunft.
Tobias Helfenstein betreut insgesamt 2.600 ha Wald von neun Waldbesitzern. Die reine Holzbodenfläche umfasst jedoch „nur“ 1.650 ha, da unter anderem die Niederwälder an den Fließgewässern aus der Wertung genommen sind.
5 Fragen an Tobias Helfenstein
1. Was war in den vergangenen Jahren die wichtigste Entscheidung für Ihren Wald bzw. Ihr Revier und warum?
Die Entscheidung, die Öffentlichkeit über den notwendigen Waldumbau in der Rfö Kirn zu informieren und einzubinden. Das betrifft und betraf die Bereiche Holzernte, Pflanzung, aber auch die Wildbewirtschaftung und das Besuchermanagement. Insgesamt war das eine sehr große Herausforderung mit viel Öffentlichkeitsarbeit, die sowohl Anfeindungen als auch Anerkennung barg.
2. Der Wald steht heute vor großen Herausforderungen. Welche Entwicklung bereitet Ihnen aktuell die größten Sorgen und welche macht Ihnen Hoffnung?
Es erfüllt mich mit Sorge, dass die Douglasie, die als echte Alternative im Nadelholz propagiert wurde, teils flächig ausfällt.
Hoffnung machen mir die Fördermaßnahmen zur klimaangepassten Walderneuerung.
3. Was zeichnet aus Ihrer Sicht moderne Forstwirtschaft im Jahr 2026 aus?
Der sinnvolle Einsatz der Digitalisierung, vor allem in der Holzaufnahme und im Reviermanagement.
4. Viele Menschen erleben den Wald vor allem als Erholungsraum. Was wünschen Sie sich von der Öffentlichkeit im Umgang mit dem Wald?
Eine angepasste Umweltbildung in der Kindheit, die bereits einen respektvollen Umgang mit der Natur lehrt. Bei Erwachsenen mehr Respekt und das Verständnis dafür, dass intakter Wald eine echte Lebensgrundlage ist.
5. Wenn Sie jungen Menschen einen Rat geben könnten, die heute Försterin oder Förster werden möchten, welcher wäre das?
Flexibel und neugierig zu bleiben und sich immer für einen angepassten, lösungsorientierten Ansatz auszusprechen.
Mit seinem Engagement steht Tobias Helfenstein beispielhaft für eine moderne Forstwirtschaft, die Verantwortung übernimmt und den Wald aktiv für die Zukunft gestaltet. GRUBE gratuliert herzlich zur Auszeichnung als „Förster des Jahres 2026“ und wünscht ihm weiterhin viel Erfolg bei seiner wichtigen Arbeit für den Wald.
Fotoquelle: Tobias Helfenstein / Landesforsten Rheinland-Pfalz. Mehr Einblicke auf Instagram: @tobiashelfenstein und @landesforsten.rlp.
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